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Conbericht zum Weggefährten 4

Aus dem Reisetagebuch einer Druidin

Wurde die Sonneninsel Dria bei unserer Ankunft wenigstens noch ihrem Namen gerecht, so verschlechterte sich das Wetter zunehmend,
je weiter wir uns Oslandor näherten.Wir, das sind Sahanya die Waldelfe, Kelese, und ich, Celissa, Dienerin Gâyas.
Bereisten Sahanya und ich diese Insel doch das erste mal, so brachte uns der Zufall an Kelese, der schon mit den Gepflogenheiten Drias vertraut.
Froh darüber, dass wir durch unser Auftauchen zwielichtige Gestalten aufgeschreckt und ihn so davor bewarten Opfer eines dreisten Überfalls zu werden, bot er sich an, uns nach Oslandor zu begleiten, da dies auch sein Reiseziel.

Talassa von Haenver, die Freigräfin von Damloor, hatte angesichts des zwanzigsten Iondstag zur Unabhängigkeit Ginoos eingeladen.
Und gar viele waren ihrer Einladung zu kostenloser Speise und Getränke gern gefolgt.
So traf Kelese am Eingang eines kleinen Wäldchens ihm schon wohlbekannte Gesichter: Fuchsauge, die Fährtensucherin, Cassim, den Schreiber
und Finn, den Zauberkundigen. Auch gesellte sich noch Maline, eine Baderin hinzu.
Schnell waren wir miteinander bekannt gemacht und beschlossen den Weg gemeinsam fortzusetzen.

Mittlerweile goss es in Strömen und durchfeuchtete die Kleider, aber zum Glück wussten wir die Taverne Ratte und Rabe schon ganz in der Nähe.
Doch was ist das? Mitten auf des Weges Kreuzung im Wäldchen eine kleine Person.
Was durch den Regensschleier zu erkennen offenbar kein Mensch. Viel zu groß der Kopf im Verhältnis zum Rumpf.
Aus einem Gesicht mit lang gezogenem Kinn und Hakennase, die Haut ledrig runzlig wie die eines alten Apfels und von dunklen Malen übersäht, blickten uns listige Augen an. Unter dem schütteren weißen Haar, die großen spitzen Ohren gut zu erkennen. - Ein Gnom.
Er will den Grund unserer Reise wissen und schaut argwöhnisch in die Runde.

Nachdem er von uns erfahren, dass wir auf dem Weg nach Oslandor sind, tritt er näher.
Ob wir vielleicht Metall gefunden hätten, was wir ihm geben könnten.
Er zeigt uns ein merkwürdiges kleines Stück Erz, mit dem aber niemand so recht etwas anfangen konnte.
Es wäre in diesem Wald zu finden und wir sollten die Augen offen halten. Doch wozu er es braucht will er nicht preisgeben. Nur soviel, dass er schon seit über hundert Jahren hier in diesem Wald ansässig ist.
Angesichts des schlechten Wetters machen wir uns bald wieder auf.
Zu groß doch der Wunsch nach Wärme und den sonstigen Annehmlichkeiten eines Gasthauses.

Ein kurzes Weilchen entlang eines Waldweges gelaufen, die nächste Unterbrechung:
Zwei Orks, im Schlepptau ein gar fürchterliches Wesen. Die Haut von Schuppen, gleich der einer Schlange.
Kampfesbereit mit gezückten Waffen verharren wir zunächst, doch die Schwarzpelze sind nicht auf Streit aus.
Gar unverständliche Dinge faseln sie. Irgendetwas von Wurzelsaft, Oslandor und passieren.
Mit dem Versprechen ihnen welchen aus Oslandor zu besorgen, lassen sie uns tatsächlich vorbei, doch nicht ohne, dass das Schlangenwesen den Geruch unserer Körper eingesogen.

Über eine Steigung quer durch den Wald erreichen wir ein Heldengrab.
Cassim weiß ein wenig darüber zu berichten. Ihm ist der Name Laudan von Arandur, der in Stein gehauen, zumindest nicht fremd und er bestätigt, dass hier ein großer Krieger ruht. Zwar schützt das dichte Blätterdach etwas vor dem Regen, doch wollen wir auch hier nicht lange verweilen.

Noch ein kurzes Stück und der Wald beginnt sich zu lichten.
Auf einer Wiese schon die ersten Zelte und dort dringt das Licht des Gasthauses zu uns herüber.
Eilenden Schrittes hinüber zur schützenden Unterkunft.
Im Schankraum unten empfängt uns sogleich die wohlige Wärme des Kamins.



Erstellt von kolarius. Letzte Änderung: Mittwoch, 19. Januar 2011 18:53:39 UTC by Celissa.