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Estradam

Lage
Estradam (elattisch: estradam) liegt auf dem Kontinent Dria zwischen den Ländern Midhgul, Wasal, Vim und Kathegolien. Im Nordosten wird es vom Hiltrah-Binnenmeer begrenzt. Jenseits der Meerenge, die am Ostufer zu Hiltrah führt, befindet sich die unerschlossene Halbinsel Norok, dazwischen die Insel Lil? (zu Kathegolien). Politisch lose mit Estradam assoziiert ist die Insel Silnatta, welche südlich von Lil am Delta der Meerenge liegt.

Klima
Gemäßigt.

Flora und Fauna
Neben dem üblichen Haus- und Hofgetier sind Wölfe und Bären zu nennen. Ausgesprochen selten sind Kragenbär? und Okelparde?. Das Eichohrkatz ist auch hier ausgestorben.

Provinzen
Estradam besteht aus den den Provinzen
Größte Städte
  • Varagos? (Provinzhauptstadt von Kimbri)
  • Arantad? (Kimbri)
  • Keupstadt? (Provinzhauptstadt von Natavern)
  • Alt Wolfstein? (Hauptstadt, Provinzhauptstadt von Silthar)
  • Miltenruck? (Silthar)
  • Neu Pré? (Provinzhauptstadt von Pré)

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Obwohl die Bevölkerungsentwicklung in den einzelnen Marken zum Teil stark gegenläufig ist, kann der Stand als durchweg stabil bezeichnet werden.

Sprachen
Im Allgemeinem hat sich das Hoch-Drianisch durchgesetzt, obwohl in einigen Marken noch der typische Dialekt hier und da mit einfließt.

Minderheiten
99 % der Estradamer meinen, noch nie einem Elb, Zwerg oder anderem Vertreter humanoider nichtmenschlicher Völker über den Weg gelaufen zu sein. Estradamer Zwerge werden als kleine Menschenrassen angesehen. Die Estradamer sind eher abergläubisch und fürchten die unbekannten Völker. Abgesehen von einer eher unterschwelligen Furcht vor dem Fremden sind die Estradamer allerdings nicht besonders fremdenfeindlich eingestellt.

Religionen und Weltanschauungen
Vorherrschend ist der Götterglaube an Otar und Saltah, häufig auf recht volkstümlichen, niederem Niveau. Gerade auf dem Lande (also fast überall) herrscht ein starker Aberglaube an bzw. Furcht vor "dem schönen Volk", Feen sowie Geistern und Magie (siehe unten) vor.

Gerade durch die Vereinigung Estradams durch den gläubigen Estradamus hat die Othar und Salthar-Religion eine sehr starke Prägung der Bevölkerung hinterlassen, die noch heute Frauen und Männer religiös typische Berufe erwählen lässt.


Geschichte

Gründungsgeschichte
Ursprünglich bestand Estradam aus vier eigenständigen Ländern, den heutigen Provinzen (siehe dort). Sie wurden 433 Phasfa von Estradamus nach einem 12 Ionde währenden Krieg, der teils auf Grenzstreitigkeiten, teils auf religiösen Differenzen beruhte, vereinigt.

Die Zeit des Estradamus
Nach einigen Anfangsschwierigkeiten blühte das neue Reich ("Vierfürstenreich"), das zu Ehren des Estradamus schließlich Estradam genannt wurde, auf. Die Zeit des Estradamus endet mit dem Grenzkrieg.

Neuzeit
Die Zeit vom Grenzkrieg bis zur Gegenwart.


Politik

Regierungssystem
Feudalismus. Estradam ist ein Zusammenschluß aus den vier ehemals unabhängigen Fürstentümern (Mark Kimbri / Kimbrische Mark; Fürstentum Natavern; Pré-Land und Silthar) die im Iond 434 Ph von Estradamus zu einem Staatenbund zusammengeschlossen wurden. Die vier Fürstenhäuser verfügen jeweils über ein ähnliches Machtpotential und sind mittlerweile untereinander eng verwandt.

Innerhalb der einzelnen Fürstentümer obliegt die Regierung den Fürsten, nach außen hin wird Estradam von jeweils einem Fürsten, dem Finar, vertreten. Der Finar wird für jeweils vier Ionde von den Fürsten in Silthar gewählt. Neben der Vertretung nach außen ist der Finar auch Vorsitzender der Fürstekonziles in Siltar und oberster Kriegsherr.
Bislang gab es keinerlei Probleme mit dem System, die Fürsten fügen sich diesen Regeln gerne, da die Machtverhältnisse bislang sehr ausgeglichen sind.

Den Fürsten unterstehen jeweils direkt die Ritter (Sonderstellung) und Barone.

Die einzelnen Weiler und Dörfer liegen unter der Aufsicht des jeweiligen Landesherrn, d.h. des lokalen Ritters oder Barons. Ferner existiert in fast allen Dörfern eine Art Ältestenrat der die Dorfinterna regelt, während der Ritter für Steuer- und Rechtsfragen die Regelungen trifft.


Recht
Sklaverei ist verboten, aber es gibt Frondienst (meist als Abgeltung nach einer Strafe).

Drogen und Alkohol: es gibt ein Werk über die Kräuter und Substanzen, die gildenpflichtig sind. Es gibt also bedingt Substanzen, die als illegal eingestuft sind, aber meist nur einen (extrem) schädlichen Einfluss auf den Menschen haben. Alkohol- und Drogen-Sucht wird eher als "persönliche Schwäche" angesehen, und solange der Süchtige keine anderen Straftaten begeht, ist dies zulässig (außer, dass er beim Pöbeln in den Kerker geworfen werden kann, bis er wieder nüchtern ist).

Strafsystem
  • Geringe Straftaten sind meist mit Geld und/oder Kerker abzuleisten, oder es wird Frondienst verordnet.
  • Bereits mittlere Verbrechen werden auf jeden Fall recht hart bestraft; es drohen hohe Summen, lange Haft und in einigen Fällen sogar der Tod.
  • Große Straftaten sind fast immer mit der Todesstrafe belegt.

Kompetenzen der Rechtsprechung
Geringe Taten darf der Ritter/Dorfvorstand ahnden, mittlere brauchen einen Baron/Bürgermeister und große einen Grafen; üblicherweise den, in dessen Mark die Tat verübt wurde.

Da niemand von den Grafen verlangen wird, durch die Gegend zu reisen, gibt es so genannte Justikare, die im Namen des Grafen/Finars Recht sprechen dürfen. Meist sind die Rechte des Justikars aber beschnitten, er darf nicht uneingeschränkt Recht sprechen.

Ordnungsbehörden
Die Ordnung wird von Stadtwachen, Justikaren, Rittern und in besonderen Fällen der Schwarzen Garde aufrechterhalten. Die verschiedenen Kampfschulen? haben hingegen keinen Behördenstatus und sind somit nicht als Obrigkeit handlungsberechtigt.


Militär
Die militärische Schlagkraft Estradams wird nicht offiziell bekanntgegeben.

Bekannte militärische Gruppen

Wirtschaft

Währung
Wie ansonsten auf Dria ist die übliche Währung der Driar in seinen vier Erscheinungsformen, die jeweils 1:10 umgerechnet werden:
Sonne (Gold) - Sterne (Silber) - Heller (Kupfer) - Steyn (Stein)

Also sind
1 Sonne = 10 Sterne = 100 Heller = 1000 Steyn

Als zusätzliche nationale Währung gibt es den Kroneichler:
  • 1 Kroneich = 1 Sonne
  • 1 Silberling = 1 Stern
  • 1 Beteling = 2 Heller

Handel
Man unterscheidet zwischen lokalem Handel, Wegehandel und Seehandel. Letzterer ist in Kimbri mangels Küste nicht möglich. Die beiden großen Häfen von Natavern und Pré treiben Seehandel mit benachbarten Ländern, aber natürlich auch untereinander sowie mit Silthar.

Wegehandel findet zwischen allen Marken sowie mit jenen umliegenden Ländern statt, bei denen Seehandel nicht möglich oder zu langwierig sein würde. Es gibt große befestigte Handelsstraßen nach Gortehaard (Midhgúl?), Misma (Vim) und Somitrah (Kathegolien).

Lokalen Handel findet man in jedem Ort. Bestimmte Güter sind jedoch in den Erzeugerprovinzen günstiger, wie etwa Fleisch, Milch und Korn in Pré oder Rüstungen und Waffen in Kimbri und Silthar. Manche Güter gibt es nur an wenigen Orten. Die Handelsgilde hat zum Beispiel Kimbri ein Monopol auf kimbrisches Wasser? zugestanden.

Preise in Estradam?

Landwirtschaft
Während in Estradam in vielerlei Hinsicht ein Nord-Süd-Gefälle besteht, ist dies bei der Landwirtschaft umgekehrt: der flache und sonnige Süden bietet viel Raum für Kornfelder und Viehzucht. Damit ist Pré die Provinz mit der besten Bodennutzung und den größten Viehbeständen. In Silthar ist es etwas mehr hügelig, außerdem belegt das Knochenmoor einen nennenswerten Flächenbestandteil, der nicht zur Versorgung der Bevölkerung genutzt werden kann. Natavern hat wiederum weniger Fläche als die anderen Provinzen, und in Kimbri ist es zum Teil wegen der bergnahen Lage so steinig, daß man in einigen Bereichen weder etwas anbauen noch genug Gras für Weiden finden kann.


Kultur

Gesellschaft
Die gesellschaftliche Konvention, daß Frauen keine Waffen zu führen haben, läßt sich noch auf die vor-estradamische Zeit zurückführen. Dort resultierte es aus dem Gedanken, daß man Frauen vor den Gefahren jeglichen Kampfes zu schützen hatte. Und da bewaffnete Personen als grundsätzlich wehrfähig galten - weshalb sollten sie sonst eine Waffe führen - bestand in jenen unsicheren Zeiten, die durch Grenz- und Religionskriege geprägt waren, durchaus jederzeit die Gefahr, sich gegen Feinde zur Wehr setzen zu müssen. Nur wer keine Waffe führte, war offensichtlich Zivilist und stand damit nicht im direkten Augenmerk des Kampfgeschehens. Doch auch dies half nicht immer. Zeitgenössische Berichte beschreiben in harten Worten, wie in Scharmützeln bisweilen auch Frauen, Alte und Kinder in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Jene Konvention also, einst also rein zum Schutze der Frauen ersonnen, treibt heutzutage mitunter seltsame Blüten, wie sich am Beispiel von Bjerull? zeigt.

Als eine Art Gegengewicht hat sich bei den Frauen eine hohe Affinität zur Bildung und zum Handel entwickelt. Die Handelsgilde?, bezeichnenderweise auch als Händlerinnengilde bekannt, wird zum großen Teil von Frauen geleitet.

Künste
  • Literatur?
  • Bildende Kunst?
  • Architektur?
  • Musik?
  • Theater?
  • Sport?

Nationale Feiermonte
  • Mont der Vereinigung, auch Estradamus-Mont genannt, landesweit.

Magie
95% der Bevölkerung fürchten sich vor Magie und haben bislang nur in Schauergeschichten von Dämonen und Magie gehört. Das bedeutet, arkane Magie ist äußerst selten und tritt dann meist im Zusammenhang mit Alchimie auf. Es gibt vier Hofmagi, jeweils einen an jedem Fürstenhof.
Magier gelten für die meisten Estradamer (auch Ritter und Bürger) als seltsame Menschen mit spitzen Hüten, weißen Bärten und Roben mit Sternen, außerdem sei Magie nichts für Menschen...
Diese Einstellung ist teils einfach durch Unwissenheit, teils durch den Schock des Grenzkrieges geprägt. Es heißt, Magier hätten in Estradam vier Möglichkeiten:
- das Land zu verlassen
- Hofmagier zu werden
- sich der Schwarzen Garde anzuschließen
- ins Knochenmoor zu gehen

Keine dieser Möglichkeiten ist für einen Bürger, erst recht für einen mit magischem Talent, sonderlich attraktiv. Und jeder davon hat andere Nachteile...

Naturmagie kommt in Form von "weisen Leuten" und Kräuterfrauen häufiger vor; es ist eine Mischung aus sogenannter "unbewußter Magie" und Pflanzenheilkunde. Schamanismus ist fast gänzlich unbekannt.


Erstellt von Ardian. Letzte Änderung: Donnerstag, 20. Juni 2019 13:42:07 CEST by admin.

Kategorie Dria Infos