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Die Provinz Kimbri Gast >  Dria Infos
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Kimbri

Lage
Kimbri ist die nördlichste Provinz des Landes Estradam und liegt nördlich der Mark Silthar bzw. nordwestlich der Mark Natavern. Als einzige Provinz des Landes hat sie keine Meeresküste.
Nördlich von Kimbri befindet sich das Land Midhgul, im Westen grenzt die Provinz an das Land Wasal.

Klima
Gemäßigt bis kühl.

Flora und Fauna
Neben dem üblichen Haus- und Hofgetier sind Wölfe und Bären zu nennen. Ausgesprochen selten sind Kragenbär? und Acelparde?. Das Eichohrkatz ist auch hier ausgestorben.

Bevölkerung
Der sprichwörtliche Nachbar von Kimbri ist und bleibt Natavern. Für alteingesessene Kimbrier sind die Siltharer "die da hinterm Knochenmoor leben", und Pré wird traditionell völlig ignoriert. Was man in Pré von Kimbri hält, geht recht deutlich aus Zandakors Reden? hervor.

Sprachen
Man spricht die übliche drianische Sprache. Aus der Zeit des engen Kontaktes zu Islaniola? hat sich zudem eine Tradition herausgebildet, welche den dortigen Zungenschlag nachahmt, so daß eine Art Akzent entstanden ist. In manchen Familien und Städten wird diese Tradition noch aufrechterhalten; verbreitet ist sie allerdings nicht.

Minderheiten
Das Volk besteht nahezu ausschließlich aus Menschen; im Norden sieht man in raren Fällen midhgulische Zwerge. Noch seltener als Zwerge sind in Kimbri allerdings Elfen. Ansonsten dürfte man Angehörige anderer Völker nur in Form von Durchreisenden erleben.

Einwanderung_
Da die Zeit der Besiedelung längst abgeschlossen ist, kommen weder aus den Mittellanden noch von Islaniola Einwanderer nach. Bisweilen lassen sich Familien aus Natavern oder Silthar in Kimbri nieder - ungefähr in demselben Maße, wie Kimbrier in jene Provinzen ziehen. Insgesamt ist die Lage recht stabil.

Religionen und Weltanschauungen
Wie im Rest des Landes werden vorwiegend Otar und Saltah verehrt. Es gibt jedoch noch vereinzelt Anhänger des kymbarischen Pantheons?, welches ja seit der gemäßigten respektvollen Deutung des Estradamus (433 Ph) als Ansammlung von Naturgeistern gilt.

Größte Städte
  • Varagos? (Provinzhauptstadt von Kimbri)
  • Arantad?

Gründungsgeschichte
Kimbri wurde von Siedlern aus dem Stamm der Kymbarier? gegründet.

Die kymbarischen Ursiedler erreichten Estradam noch vor dem Zeitalter Phasfa. Schon bald begannen sie, sich geeignete Orte für eine dauerhafte Besiedlung auszusuchen und befestigte Dörfer anzulegen.
Zwei davon - Varagos? und Arantad? - waren mit einer zentralen Burganlage in der Mitte der zugehörigen Siedlungen versehen, um sich gegen Einfälle aus dem Norden und dem Westen abzusichern. Es ist verständlich, daß man die großen und fremden Länder Vim und Midhgul für wesentlich gefährlicher hielt als die Bereiche der anderen Siedler. Angesichts deren Streitkraft hätte jeder ernsthafte Konflikt mit einer schnellen Niederlage Kimbris enden müssen. Die Errichtung von Grenzburgen war jedoch zu jener Zeit eine Selbstverständlichkeit, auch wenn sie mehr repräsentativen als effektiven Charakter hatten.

Die genaue Abgrenzung des ursprünglichen Siedlungsgebietes der Kimbrier ist in der historischen Forschung umstritten. Es umfasste im Wesentlichen eine Gefildelandschaft mit fruchtbaren Lößböden zumindest im südwestlichen Bereich. Die Grenze nach Süden dürfte die sumpfige und teilweise unfruchtbare Ebene und nach Norden das midhgulische Bergland gebildet haben. Im Westen bildeten die vim'schen Siedlungen westlich von Arantad einen künstlichen Riegel. Nach Osten, zum benachbarten Gebiet Natavern, ist die Abgrenzung weniger deutlich. Bevor die Grauburg in Varagos unter dem kimbrischen Fürsten Estannon zum zentralen Ort wurde, war Isorth die Hauptburg. Nach dem Großschiff "Kymbari Pharroc?" (Unbezwingbares Eisen) wurde die Region um Varagos in den schriftlichen Quellen der frühen Iondeh Phasfa als Kymbar, später als Kimbri bezeichnet.

Die kimbrischen Siedler hatten schon früh Kontakt zur Handelsflotte von Islaniola? und entsandten von Natavern aus die legendäre schwerseetüchtige 'Windsbraut', um die Handelsbeziehungen zu vertiefen. Ein reger Austausch war die Folge, welcher sich über mehrere Jahrzehnte erstreckte und in einer Ansiedlung der Seefahrer auf kimbrischem Boden gipfelte. Sie brachten aus ihrer südländischen Heimat einen eigenartigen Totenkult mit: sie verbrannten ihre Toten, um die Seele zu befreien und bestatteten sie in Urnen - nicht unter, sondern auf Grabhügeln! Diese Art der Bestattung ist ansonsten nur noch gerüchteweise aus den östlichen Mittellanden bekannt. Aus den Reiseberichten kimbrischer Gesandter aus dem 8 Jh. Phasfa kann man schließen, daß die Verbrennung der Toten als auch die oberirdische Aufstellung der Urnen auf Hügelpodesten mit Vorstellungen über die Himmelreise der Seelen zusammenhingen, denen man so nachhelfen wollte.

In den Jahren des Aufbaus war es auch ihr Einfluß, der zahlreiche Namen in Kimbri mit geprägt hat. Als Zeichen der gegenseitigen Ehrerweisung benannte man manche Städte nach deren klangvollem Muster. Darunter waren auch jene beiden Städte, die um die beiden Grenzburgen herum wuchsen und schließlich zu den größten Siedlungen der Mark wurden.

Die Zeit des Estradamus
Seit der Reichsgründung stabilisierten sich die Verhältnisse zu den anderen Marken, und Grenzkonflikte fielen der Vergessenheit anheim. Die religiöse Umdeutung der überlieferten Gottheiten jedoch fand in der breiten Bevölkerung nicht dieselbe Gegenliebe wie der Friedensschluß. Nach etlichen Streitigkeiten eskalierte 913 Ph. ein Konflikt mit der Sekte des Flammenden Schwertes?, welcher glücklicherweise rasch niedergeschlagen werden konnte.

Neuzeit
Bedeutendstes Ereignis der Neuzeit war der Grenzkrieg, der sich allerdings in Kimbri kaum austobte, da das Knochenmoor nur zu einem geringen Teil nach Kimbri hineinreicht. Landesweit war danach eine kulturelle Stagnation zu verzeichnen.

Politik
Volksnähe ist des kimbrischen Adels Sache nicht.

Regierungssystem
Wie in den anderen Marken regiert ein Fürst die Provinz.

Recht
Es gilt das allgemeine estradamische Recht.

Ordnungsbehörden
Die Ordnung wird von Stadtwachen, Söldnern, Justikaren, Rittern und in besonderen Fällen der Schwarzen Garde aufrechterhalten. Die verschiedenen Kampfschulen? haben hingegen keinen Behördenstatus und sind somit nicht als Obrigkeit handlungsberechtigt.

Militär
Kimbri verfügt über ein Söldnerheer, das von Assardi Amanua? gegründet wurde.

Währung
Es gilt die übliche estradamische Währung.

Handel
Der Haupthandelspartner ist Natavern. Von dort werden nahezu alle Seelieferungen sowie Lederwaren bezogen. Im Gegenzug werden Erze und Metallwaren geliefert.
Kimbri hat das Monopol auf kimbrisches Wasser?.

Reisen
Weite Ebenen, malerische Dörfer, zwei gewaltige Städte, Burgen und Klöster, ausgedehnte Wälder, einige Flüsse sowie reizvolle Hügel- und Berglandschaften erwarten den neugierigen Reisenden, der mitunter auch einige Strapazen auf sich nehmen muß, um bestimmte entlegene Orte zu erreichen.

Essen & Trinken
T´Ailunschnitzel?, eine Suppe aus roter Beete, die heiß mit saurer Sahne serviert wird und Filet nach kimbrischer Art sind nur einige der schmackhaften Spezialitäten. Kartoffeln bestimmen die Speisekarte, Pilze und Beeren sind die beliebtesten Beilagen. Auf jeden Fall probieren sollte man Fer-Bradh, ein leckeres Kartoffelgericht mit Pilzen, und Barretch, das mit eingemachten Beeren gereicht wird. Viele Tavernen und Gasthäuser nehmen auch ausländische Währungen an.
Getränke: Das legendäre kimbrische Wasser? hat einen ganz besonderen Geschmack. Eines der beliebtesten Getränke ist auch Chano (schwarzer Tee).

Landwirtschaft
Durch die Lage im hügeligen bis bergigen Landesinnern reichen die Felder gerade aus, um den eigenen Bedarf zu decken. Ein Export von Feldfrüchten ist nur in besonders guten Jahren möglich.

Weinanbau
Da die Kimbrier guten Wein zu schätzen wissen, bauen sie selbst welchen an. Von Arantad bis Barcora findet man immer wieder Rebenzucht; manchmal auf winzigsten Geländen. Die drei bekanntesten Sorten sind:
  • Fürstenblut: das Prädikat "Fürst der Rotweine" bringt am ehesten Bedeutung dieser Sorte nach Alter, Verbreitung und Ruhm des Weines zum Ausdruck. Er ist die wichtigste Qualitäts-Rotweinsorte des Landes. Die den Wildreben Westdrias nahe stehende Sorte soll bereits im frühen Zeitalter Phasfa ausgelesen und kultiviert worden sein. Der Wein ist tief rubinrot, manchmal von einem warmen Braunton durchstrahlt; fruchtige Säure, verbunden mit an Holzfaßlagerung erinnernde Note. Im Jungwein kann die Frucht an Brombeeren erinnern, im Alter gleicht sie mehr Nüssen mit einer zarten Bittre. Reife und Säure machen ihn lange haltbar. Er paßt zu kräftigen Braten, zu Wild oder Käse; fruchtige Weißherbste, von Reife oder von Frucht und Säure geprägte Rotlinge eignen sich hingegen eher als Schoppen oder zu Vorspeisen, Terrinen, hellen Braten.
  • Glanzrebe: die recht ertragreiche Rebe ist vor allem im Südwesten der Mark verbreitet. Der rassige, säurebetonte Wein hat eine hell- bis goldgelbe Farbe und ein kräftiges Bouquet. Wegen großer Empfindlichkeit gegen Trockenheit, Kalk und Winterfrost lange umstritten, gewann er als Spezialsorte für hochwertige Weine Bedeutung. Der edelsüße Wein empfiehlt sich gut gekühlt bestens als Aperitif oder zum Nachtisch.
  • Dragener: die Kreuzung aus Madravar und Gumpelhoffer bringt bei mittleren Erträgen eine hervorragende Qualität bei hohen Mostgewichten. Diese weiße, früh reifende Rebsorte ist eine Neuzüchtung, die im Ionde 92 Tr in einem Kloster bei Arantad aus Madravar und Gumpelhoffer gekreuzt und 104 als Qualitätswein anerkannt wurde. Die Namensgebung erfolgte angeblich nach der Baronie Dragenfels?, aus welcher der Abt des Klosters stammte. Es wird aber auch überliefert, daß vielmehr die Stadt Madragena? der Namensgeber war. - Dragener wird bevorzugt in Mittelkimbri angebaut. Die frischen und säurebetonten Weine haben ein ausgeprägtes Aroma. Halbtrocken bis lieblich ausgebaut ist dieser Wein nicht nur ein süffiger Begleiter für gesellige Runden, sondern bietet sich auch gut gekühlt zu hellen Fleischgerichten und zu Nachspeisen an.

Viehzucht
Ebenso wie bei der Landwirtschaft verhindert die ungünstige Lage den Betrieb größerer Herden von Vieh. Auch hier kann nur der Eigenbedarf gerade gedeckt werden.

Erzabbau
Kimbri verfügt über eine erzhaltige Mine, in der vorwiegend Eisen gefördert wird. Sie ist die größte Quelle für Roherz des Landes.
In den Bergen findet man auch geringe Mengen von Silbererz und Kupfererz.

Mode
Die Gugel ist die übliche Kopfbedeckung des einfachen Mannes, der Bürger trägt einen Hut und der Soldat wie der Wachmann einen Metallhelm. Auch sonst ist es geraten, den Stand jeweils deutlich zu machen. Nirgendwo sonst in Estradam ist der Standesunterschied stets im Bewußtsein und wird auch durch die Kleidung dauernd ins selbige gerückt.

Künste
  • Estradamische Literatur|Literatur
  • Bildende Kunst
  • Architektur
  • Musik
  • Theater
  • Sport

Spiele
Kimbrische Spiele? werden je nachdem mit Karten, Würfeln, Spielsteinen oder Spielfiguren gespielt.

Nationale Feiermonte
  • Sommersonnenwende (Bier wird gebraut und ein spezieller Käse wird zubereitet, die Leute tragen Blumen- und Laubkränze und verbringen die ganze Nacht singend an Lagerfeuern), landesweit.
  • Kimbrisches Sing- und Tanzfest
  • Nationalfeiermont, landesweit.
  • Narrenmont?, Varagos und andere Städte
  • Mittsommerfest (Folklorefest), Arantad.

Magie
Obwohl man Magie offiziell genausowenig wie im Rest des Landes schätzt, gibt es doch inoffiziell nicht nur am Fürstenhof Bemühungen, diese Kraft irgendwie zu bändigen. Daher gibt es verschwiegene Gruppierungen, die sich mit seltenen Themen wie Alchimie, Naturforschung, Sterndeuterei, angewandter Religionsforschung, Physiologie, Altertumskunde, Symbolik und ähnlichem beschäftigen - nur nicht mit Magie. Beileibe nicht!

Selbstverständlich hat der Fürst obendrein seinen Hofmagus.


Erstellt von Ardian. Letzte Änderung: Dienstag, 15. Oktober 2013 20:11:37 CEST by Celissa.

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