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Schabernakes

Mutmaßlich der berüchtigteste Schwarzmagier Drias, der in den Jahren ungefähr um 260 - 280 Truk sein Unwesen am Grimpelwald trieb.

Sagt man, hinter dem Grimpelwald lebe der furchtbare alte Zauberer Schabernakes. Weiß niemand, wo genau, noch seit wann, aber es muß schon Jahrzehnte her sein, daß er in den Grimpelwald kam, denn damals ist das Eichohrkätzchen ausgestorben. Kaum hatte es den grimmigen Zauberer und seinen breitkrempigen schladerbraunen Filzhut gesehen, fiel es vor Schreck tot aus dem Dickicht der Rotholzbohrtanne, gefällt von der Düsternis seiner ach so schwarzen Magie.
Jawohl, ein übler Schwarzmagier war es, der in den Grimpelwald eingezogen war und dort nun inmitten der Ruinenfestung, deren Namen ich hier nicht zu erwähnen wage, hauste. Und so übel war sein Ruf, daß sogleich allerlei Gesindel, angefangen von dreisten Händlern, krummnasigen Zigeunern bis hin zu elendem Räuberpack in den Wald einfiel, um ein Quentchen seiner dunklen Macht zu erwerben oder, noch besser, zu stehlen.

(nach: Rifkins Standpunkt)

Wie aus dem obigen Zitat hervorgeht, ist seinetwegen die Population der Eichohrkatzen in Dria ausgestorben. Dieses Tier tritt heute nachweislich nicht mehr auf.

Äußerlichkeiten galten ihm nichts, nur seine Macht.
Niemand hatte ihn erkannt, denn sein Gesicht war von dem breiten schladerbraunen Filzhut verdeckt, unter dem die geröteten Augen wach und scharf hervorlinsten. Auch sein verschlissenes nögelgraues Gewand und die derben Schwattstiefel ließen nicht vermuten, daß der furchtbare Schabernakes unterm Volk war.

(nach: Rifkins Standpunkt)
Andererseits verfügte er auch über "die berüchtigte hadelbraune Kutte mit den verwirrenden Sydelmustern."

Laut Die ip Zand / Stein von Epitrecoa-Theorie als Musterfall einer Verschwörungsvermutung von Centalo d´Ril war er
... der wohl berüchtigste Schwarzmagier, Verderber kleiner Kinder und gefährlichster Schlapphutträger seiner Zeit, der übrigens auch Felix von Umpenrodt auf dem Gewissen hatte, obwohl er keines besaß


Um sich einen Begriff von seinen magischen Kräften zu machen, dürfte es ausreichen zu erwähnen, daß er "nachweislich einen gesamten Wald verflucht hatte." (nach: Quelle wie vor)

Seine unbestreitbaren Fähigkeien beschränkten sich nicht nur auf die Magie. Man sagte ihm auch die "Glattzüngigkeit eines Idell" nach, mit welcher er die Öffentlichkeit bei seinen seltenen Besuchen von Städten an der Nase herumführte und das Böse verharmloste.

Hinsichtlich des ungewöhnlichen Namens führt Rifkins Standpunkt aus:
Mag das zwar nicht sein richtiger Name sein, ist´s wohl nun doch jener, den zu tragen er beabsichtigt, anscheinend.


Die historische Forschung hat ergeben, daß es sich bei der legendären Hexe vom Dheromyn um seine Tochter gehandelt haben soll.

Eine mögliche Erklärung seiner mysteriösen Person bietet Frykes von Ulp (zitiert nach Fenjo Gister, dieser wiederum zitiert nach Rifkins Standpunkt):
Zu einer Zeit, als der Grimpelwald noch Grimwald hieß und voller Eichohrkätzchen war, die zwischen den Tannen einher sprangen, lebte dort ein junger Magier mit seiner Familie. Seine Frau war eine Hexe, und von seiner Tochter wollen wir erst gar nicht reden. Sie war recht hübsch oder auch nicht, und drum wollte er sie nie vorzeigen. Eines Tages jedoch, als es auf die Türbrennfeier zuging, machten sich alle auf, um im nächsten Dorf Kerzen zu kaufen. Der junge Magier, dessen Namen ich vergessen habe, aber wahrscheinlich Skaber na Khes lautete, nahm seine Familie törichterweise mit. Und schon an der Hauptstraße wurden viele Leute seiner Tochter ansichtig. Das gab ein großes Hallo und Oh Weh. Die junge Hexe konnte nicht anders, als sich zu entschleiern, und viele fürchteten sich vor dem bösen Blick der Hexe. Wo sie nun gar nicht wußte, wohin sie zuerst nicht schauen sollte, machte der Kaufmann Banes vor Angst eine abwehrende Geste, und das Volk schloß sich an.
Noch in dieser Nacht kehrten die drei in den Grimwald zurück und verbrannten feierlich ihre Tür, wie es der Brauch ist. Doch obgleich die vier Kerzen schräg gesteckt waren und munter brannten, argwöhnten die Dorfbewohner hexische Durchtriebenheit und magische List. Sie kamen in den Grimwald und forderten die Tochter. Skaber beantwortete dieses ungebührliche Ansinnen der Dorfjugend mit einem Zauber, der über das Notwendige hinausging und sogar das Angebrachte überschritt.
Daraufhin wurde er aus dem Grimwald verbannt und die Tochter in Ketten gelegt, damit sie nicht wieder durch ihr Aussehen zu Ausschreitung anrege. Die Hexe wurde nicht mehr gesehen.
Skaber na Khes schwor, eines Tages zurückzukehren und sich an allen zu rächen ...


Historisch ist nicht gesichert, daß es sich bei Skaber na Khes tatsächlich um Schabernakes handelt. Träfe dies zu, wäre die berüchtigte Dhermyn-Hexe die Tochter eines (späteren) Großmeisters und einer Hexe gewesen.

Bei sämtlichen Quellen besteht Unklarheit, was letztlich aus ihm geworden ist. Rigello d´Ril als diesbezüglich älteste und damit glaubhafteste Quelle nennt deutlich
... Schabernakes, der ja auch heute noch eine erhebliche Gefahr für einsame Wanderer und junge Hexen darstellt.


Erstellt von Ardian. Letzte Änderung: Mittwoch, 14. September 2011 20:52:26 CEST by admin.

Kategorie Dria Infos