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kaltes Gras

Gras, das der Radikalphilosoph Rifkin Stifkin im Smedi-Massiv in der Nähe von Geysiren zu sich genommen haben soll und in ungeklärtem Zusammenhang damit angeblich zu Erleuchtungen kam.
Rigello d´Ril geht in "Rifkins Standpunkt", allerdings ohne Quellenangabe, davon aus, es sei Doppelrohriger Farnschaft und der Grünrohrschößling gewesen.

Ausführlicher ist Tristardo d´Ril in "Rifkins Stunde":
Hatte der große Rifkin das "Etracamion" gelesen, als er kaltes Gras kaute, von dem Erlenstern Ehlenfelder sagt, sein Urahn hätte ihm berichtet, es habe sich hierbei um einjähriges Rispengras gehandelt, welches in schwachen Büscheln mit knickigen Halmen selbst in widriger Umgebung wächst, wohingegen Ristofis Wirwas meint, er habe gelesen, es sei vielmehr Schagerkraut gewesen, dessen unkelgrün gefärbte Blätter anzeigen, daß sie im Herbst nicht verdorren, und dem man nachsagt, es gelte als unfehlbares Mittel gegen das gefürchtete Navrakfieber?, wiewohl man diesen Ruf anzweifeln muß? Migas bezweifelt dies. Auch Fradus Sengpil glaubt, Rifkin hätte eher schmalblättriges Logras gekaut, dessen fadendünner, niedergestreckter Stengel sich am Ende etwas aufrichtet und das als Viehfutter nie eine Rolle gespielt hat. Lediglich Rigello d´Ril scheint genaueres zu wissen: "Und dieses Gras - namentlich der doppelrohrige Farnschaft und der Grünrohrschößling - genossen in angemessener Menge", schreibt er, "und gut zerkaut, befähigte ihn zu der Erkenntnis, daß alles ist." Der breite, etwas übergebogene doppelrohrige Farnschaft ist bekanntlich noch einmal quirlig verzweigt, oft sellgrün gefärbt und von äußerst feingliedrigem Aussehen. Gesellig wachsend, in feuchten, oft schattigen Wäldern und vor allem in Gebirgen mittlerer Höhenlage recht häufig wohl. Auch dies bezweifelte Migas, doch der hatte noch nie kaltes Gras gekaut.


Rigello und auch einer seiner Nachfolger, Chrinn Basiliscus, treten vehement jedweder Theorie, das Gras hätte eine besondere alchemische Wirkung auf Rifkin Stifkin gehabt, entgegen.
Chrinn Basiliscus beschreibt in seinem Buch "Stifkins Rufen" Rifkin als einen Mann, "der entgegen anderslautender Behauptungen, wie bereits Rigello selbst nachgewiesen hatte, sich niemals an brennenden Kräutern oder deren Qualm erfreut hatte, sondern jedwedes Kraut, namentlich die Zirpenstolde und den Grünrohrschößling, in freier Natur und festgewachsen am Halm, vorzog, also frisch zum Kauen und Nachdenken geeignet, ... der sein Lebtag jeglichen Genuß und erst recht das unrituelle Abbrennen von Pflanzen zur Inhalation ablehnte."

Die neuere Geschichtsforschung geht dahin, daß das Gras in keinem Zusammenhang mit freiräumlicher Erleuchtung stehe. Es gibt zwar eine nach dem Philosophen benannte Suppe, welche Gräser als Zutat enthält, allerdings sind diese nach der Zubereitung gekocht und damit nicht mehr kalt.

Erstellt von Ardian. Letzte Änderung: Mittwoch, 14. September 2011 20:32:50 CEST by admin.

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